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Stellungnahmen
16.08.2016, 18:53 Uhr | LSV Statements zu den Berliner Wahlen 2016 - Pressemitteilung vom 16.08.2016
 
Ambulante Versorgung von Patienten mit MRSA verbessern
Der Landesseniorenvertretung Berlin ist aus den Bezirken wiederholt berichtet worden, dass es akute Probleme bei der ambulanten Versorgung von Patientinnen und Patienten mit MRSA-Besiedlung oder MRSA-Infektion gibt.
LSV Statements zu den Berliner Wahlen 2016 - Pressemitteilung vom 16.08.2016 - Im Zusammenhang mit der Änderung des Infektionsschutzgesetzes (IfSG) wurden für eine bessere Versorgung von Patientinnen und Patienten mit resistenten Erregern neue Regelungen getroffen, was insbesondere die ambulante Versorgung betraf. Zielstellung war, allen Patienten mit MRSA-Besiedlung oder MRSA-Infektion zu ermöglichen, dass Diagnostik und Behandlung durch den behandelnden Arzt im ambulanten Bereich wahrgenommen werden können.

Leider weicht die von vielen Patientinnen und Patienten erlebte Praxis von der Zielstellung mehr als erheblich ab. Nur wenige Ärzte bieten alle notwendigen Leistungen an. Für Patienten und Angehörige ist nicht transparent, an welche Ärzte sie sich mit Fragestellungen zu multiresistenten Erregern wenden können und wer sie im erforderlichen Umfang versorgen kann. „Die bisherigen Regelungen sind aus Sicht der betroffenen Patienten und ihrer Angehörigen völlig unzureichend. Die Schaffung praktikabler Voraussetzungen für eine umfassende Versorgung von Patientinnen und Patienten mit multiresistenten Krankheitserregern wird dringend erforderlich. Das ist für die Ärzte genauso wichtig wie für die Patientinnen und Patienten“, sagt Dr. Johanna Hambach, Vorsitzende der Landesseniorenvertretung Berlin.