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19.08.2016, 09:31 Uhr | LSV Statements zu den Berliner Wahlen 2016 - Pressemitteilung vom 19.08.2016
 
Barrierefreie Arztpraxen für Berlin
Versicherte jedweden Alters haben laut Sozialgesetzbuch Anspruch auf die erforderlichen Leistungen zur Krankenbehandlung. Das setzt einen barrierefreien Zugang zu allen individuellen, bedarfsgerechten Leistungen der Gesundheitsversorgung, Prävention, Rehabilitation und Pflege voraus. Das ist in Berlin nicht gegeben.
LSV Statements zu den Berliner Wahlen 2016 - Pressemitteilung vom 19.08.2016 - Laut Senatsverwaltung für Gesundheit und Soziales geht man davon aus, dass rund 10 Prozent der Arztpraxen in Berlin barrierefrei zugänglich sind, und bestätigt, dass der Bedarf an Verbesserungspotential „bereits identifiziert“ wurde. Allerdings bestünden, da die Sicherstellung der Versorgung der Kassenärztlichen Vereinigung Berlin (KV Berlin) obliege, hinsichtlich bestehender Praxen keinerlei rechtliche Handlungsmöglichkeiten (DR 17/18747).

„Daher sollte wenigstens intensiv über die wenigen barrierefrei zugänglichen Praxen mit Broschüren und im Internet informiert sowie die KV Berlin politisch fortwährend ermutigt werden, bei diesem Thema endlich voranzukommen“, sagt Frau Dr. Johanna Hambach, Vorsitzende der Landesseniorenvertretung Berlin: „Im Land Berlin wurde ein Jahr lang die Gesundheitsversorgung und Pflege im hohen Alter diskutiert, nun sind Taten gefragt.“

Die Kassenärztliche Bundesvereinigung hält Broschüren, Gutachten und Beispielrechnungen für Investitionen für den Umbau von Arztpraxen vor (http://www.kbv.de/html/barrierefreiheit.php). „Das Land Berlin sollte prüfen, ob es den Vorschlag der Kassenärztlichen Bundesvereinigung unterstützt, damit die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KFW) ein Förderprogramm ‚barrierearmes Gesundheitswesen‘ für den Neu- und Umbau barrierefreier Arztpraxen auflegen kann, oder welche Möglichkeiten der Förderung die Investitionsbank Berlin sieht“, so Frau Dr. Hambach.